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Die aktuelle Lage



Liebe Kunden,

wir vom JONITO-Team haben in den vergangenen Monaten alles versucht und versuchen weiter, Ihnen ein möglichst breites Produkt-Portfolio sowie optimalen Service zu bieten. Dafür haben wir sowohl das Angebot an Top-Herstellern wie auch unsere interne Lager-Kapazität auf 2350 Bikes stark erweitert.

Zudem haben wir uns rechtzeitig durch große Vordordern bei unseren Lieferanten sehr gut auf die kommende Saison vorbereitet, sei es bei Komplettbikes, oder auch Ersatzteilen für eventuelle Reklamationen. Wir sehen uns daher mehr als gut gerüstet für eine aufregende Bike-Saison, wollen Ihnen aber gern im Folgenden einen kleinen fachlichen Exkurs über die derzeitige Weltmarkt-Situation geben.

SO SIEHT'S AUS IM GLOBALEN FAHRRADMARKT

Ob Fahrrad, Rahmen oder Ersatzteil – aktuell sieht es dürftig aus auf dem globalen Fahrradmarkt. Vieles bekommt man gar nicht mehr oder die Lieferzeiten betragen Monate. Corona und die damit erhöhte Nachfrage haben den Markt ordentlich aufgemischt.

Zunächst stand Anfang 2020 die Produktion der Komponenten in den asiatischen Ländern still. Im Zuge des europäischen Lockdowns sagten dann viele hier ansässige Hersteller ihre Bestellungen in den asiatischen Ländern ab. Weil aber die meisten Menschen im letzen Sommer auf eine Urlaubsreise verzichten mussten, stieg die Nachfrage nach Fahrrädern in den Folgemonaten plötzlich sprunghaft an, wobei vor allem sportliche Bikes hoch im Kurs standen. Schnell versuchten die Hersteller nun, möglichst hohe Kontingente nachzuordern. In den Werken, die ihre Arbeit wieder aufgenommen hatten, herrschte allerdings ein mehrmonatiger Rückstau.

Zudem kann eine Produktion nicht über Nacht verdoppelt werden. Aber auch wenn es gerade nicht so aussieht: Die Werke der Hersteller produzieren derzeit in Volllast. Trotzdem reicht es bei weitem nicht aus, um den hohen Bedarf zu decken. Zusätzlich werden einige Rohstoffe knapp und steigen somit im Preis.

Neben den Produktionsverzögerungen führt auch der zu Beginn der Pandemie gestoppte Schiffstransport weiterhin zu Lieferschwierigkeiten. Inzwischen sind Waren aus Asien mehr nachgefragt als Waren aus Europa. In Asien staut sich also die Ware, weil Container fehlen, aus Europa müssen leere Container zurückgeschickt werden. Wer heute bestellt muss mit Warte- und Lieferzeiten mehrere Monate auf seine Ware warten. Aufgrund der hohen Nachfrage haben sich zusätzlich die Containerpreise teilweise verzehnfacht.

Ein Teil der Fahrradteile oder Last-Minute-Bestellungen wurden vor der Pandemie auch als Cargo in Passagiermaschinen transportiert. Durch den stark eingeschränkten Flugverkehr ist jedoch auch diese Option nur noch gering verfügbar, beziehungsweise sehr teuer. Eine weitere Auswirkung der Pandemie sind neben den Lieferengpässen und langen Wartezeiten auch steigende Preise für die Endprodukte. Containertransport, gestiegene Fertigungskosten aufgrund überhöhter Werksauslastung, teurere Rohstoffe und Komponenten spiegeln sich nun auch in den Preisen für die Bikes wider.

Wer in diesem Jahr ein Bike oder Ersatzteile benötigt, sollte entweder längere Wartezeiten einkalkulieren oder rechtzetig bestellen. Aller Voraussicht nach wird sich die Lage erst im kommenden Jahr wieder entspannen, da Nachfrage und Wachstum nicht auf diesem extrem hohen Niveau verbleiben werden.

Doch auch 2022 wird vermutlich nicht wieder alles beim Alten sein. Mutmaßlich wird es sogenannte Carry-Over-Modelle geben, also Modelle der vorigen Saison ohne neue Ausstattung, da Fehler in der Bestellung neuer Komponenten monatelange Lieferverzögerungen nach sich ziehen können.